Eingetütet und verschickt – Vorschau Teil 7

2018 habe ich im MOSAIKER 37 mit dem 1. Teil dieser Artikelserie begonnen, dieses etwas seltsame Thema aufzuarbeiten und eine möglichst vollständige Übersicht zu erstellen. In diesem 7. und letzten Teil setze ich dem Ganzen mal noch das i-Tüpfelchen oben drauf und bringe ein Verzeichnis aller MOSAIKER-Versandtaschen. Denjenigen von euch, die sich ihren MOSAIKER immer brav auf der der Börse abgeholt haben, könnte das bisher vielleicht entgangen sein: Ja, auch unser MOSAIKER hat seine eigenen Versandumschläge! Die gibt es nicht immer und auch nicht für jeden MOSAIKER und die Verwendung eines Umschlages ist noch chaotischer als beim MOSAIK selber. 

Doch beginnen wir mal am Anfang. Ende des letzten Jahrtausends gab es den ersten Versuch. Dieser war noch etwas ungelenk und kam auch nur in schwarz auf braunem Umschlag daher. Zur Verfügung standen ein Rechner, ein Scanner und ein s/w-Nadeldrucker. Auf dem Windows 95-Rechner gab es ein sehr rudimentäres Grafikprogramm. Es wurde ein Bild eingescannt, auf dem Nadeldrucker ausgedruckt, anschließend mit Bunt- und Filzstiften das Bild bemalt, dann alles wieder eingescannt und mit (aus heutiger Sicht fürchterlicher) Schrift versehen. Der arme Abrax hat eine verstümmelte rechte Hand und auch sonst ist das Ganze etwas unstimmig. Aber egal, das Motiv wurde etwa 100 – 200-mal auf dem Nadeldrucker ausgedruckt und zuerst für den Versand von MOSAIKER 29 genutzt. Damals gab es das Heft natürlich nur für Clubmitglieder und schon zu der Zeit bekamen viele ihr Exemplar auf der Börse oder zu Veranstaltungen, also ohne Umschlag. Im Dezember 1999 löste sich der MOSAIK-Club Apolda auf. Restbestände des Umschlags waren noch vorhanden und wurden einfach mit einer neuen Absenderadresse überklebt. Diese überklebten Umschläge wurden für die MOSAIKER 30 und 31 verwendet, bis sie aufgebraucht waren.

Damit endet das erste Kapitel der MOSAIKER-Umschläge auch schon wieder.

Genutzt für 

Jahr / Monat

Umschlag Titelmotiv

Rückseite

Bemerkung

Portovermerk

MOSAIKER 29

1999/06

Abrax liest MOSAIKER,

brauner B5-Umschlag

 

leer

Club-Mitgliedsnummer und Adresse wurden mittels Adressaufkleber auf den Umschlag geklebt, wurde als Büchersendung verschickt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 30 und 31

2000/04

Abrax liest MOSAIKER,

Absender wurde neu überklebt, brauner B5-Umschlag

leer

Club-Mitgliedsnummer und Adresse wurden mittels Adressaufkleber auf den Umschlag geklebt wurde als Büchersendung verschickt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 29

MOSAIKER 30 und 31

Dann geschah erstmal lange Zeit nichts. Es gab also nur leere, nichtssagende Versandumschläge für unsere edlen Hefte. Bis dann, nach etwa 18 Jahren, die alte Idee wiederbelebt wurde. Zum MOSAIKER 36 gab es wieder einen originalen MOSAIKER-Versandumschlag mit einem laut „Da iss er!“ herumschreienden Don Ferrando darauf. Rechner- und Druckertechnik waren 18 Jahre vorangeschritten und vor allem stand ein brauchbares Zeichen- und Grafikprogramm zur Verfügung. Man suchte sich ein Bild mit einem Don aus dem MOSAIK, löschte die Hintergründe, drehte den Don auf links und wurschtelte dann das Motiv vom MOSAIKER 36 in die Zeitung. Etwa 4 – 5 Stunden später: Fertig war ein halbwegs brauchbares Motiv, welches auf einen DIN-B5-Umschlag (25 × 17,5 cm) gedruckt wurde.

Genutzt für 

Jahr / Monat

Umschlag Titelmotiv

Rückseite

Bemerkung

Portovermerk

MOSAIKER 36ff.

2018/06

schreiender Don, weißer B5-Umschlag

 

Nicht knicken!

Adresse wurden aufgedruckt, teilweise als Büchersendung verschickt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 37ff.

2018/11

Brabax mit MOSAIKER 37 in der Hand, weißer B5-Umschlag

 

Nicht knicken!

Adresse wurden aufgedruckt, teilweise als Büchersendung verschickt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 40ff.

2019/11

Onkel Fritz liest MOSAIKER 40, weißer B5-Umschlag

 

Nicht knicken!

Adresse wurden aufgedruckt, teilweise als Büchersendung verschickt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 41ff.

2020/08

Heldin der Arbeit präsentiert MOSAIKER 41, weißer C5-Umschlag

 

Nicht knicken!

Adresse wurden aufgedruckt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 42/43ff.

2020/11

L. Elischer liest MOSAIKER 43, weißer B5-Umschlag

Nicht knicken!

Adresse wurden aufgedruckt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

MOSAIKER 36

MOSAIKER 37

MOSAIKER 40

MOSAIKER 41

MOSAIKER 42/43

Rückseite für alle Umschläge ab MOSAIKER 36

Von jedem Umschlag wurden erst einmal ca. 100 Stück angefertigt und dann nach Bedarf nachgedruckt. Die Umschläge werden zuerst auf der Rückseite und in einem zweiten Schritt auf der Vorderseite bedruckt. In einem dritten Durchlauf werden die Adressen tagesaktuell nach Leserbestellung aufgedruckt. 

Von jedem der bisher 5 Umschlagmotive gibt es mehrere Varianten. Es gibt Testumschläge, wo Ausdrucke mal in leicht unterschiedlichen Bildgrößen gemacht wurden. Auch einige Versuche mit farbigen Bildern gab es. Wenn eine Farbe in der Druckerpatrone zur Neige ging, ändert sich die Farben der Schrift. Es gibt Umschläge mit Tintenspritzern oder anderen kleineren Mängeln. Bei Umschlägen mit falsch aufgedruckter Adresse wurde auch schon mal ein Etikett darüber geklebt. Oder es wurden auch mal 10 braune Umschläge mit durch den Drucker geschoben … Bei uns wird nichts weggeworfen! 

Ich verkneife es mir aber, alle möglichen und unmöglichen Varianten (die auch verschickt wurden) hier aufzulisten. Oft kommen noch einige lustige Stempel mit drauf (13. Dez. / 1. Juni / 1. März / Sandmännchen …). Verklebt wurden Briefmarken der letzten 20 Jahre in unterschiedlichster Zusammenstellung. 

Aus all dem folgt, dass es keine zwei gleich aussehenden Umschläge gibt und jeder unserer geneigten Leser ein einmaliges „Kleinstkunstwerk“ erhält.

Die ersten beiden Umschläge wurden noch zu D-Mark-Zeiten genutzt. Das dafür aufgeklebte Porto für eine Büchersendung betrug 150 Pf. Die Umschläge für M36, M37 und M40 wurden zum Teil als Büchersendung mit einem Briefporto zu 120 ct. verschickt. Ein Großteil der Briefe wurde aber als Großbrief für zuerst 145 und später 155 ct. verschickt. Büchersendungen hatten den Nachteil, dass der Umschlag „offen“ bleiben musste. Viele unserer Leser wollten das nicht und ehrlich gesagt, war es auch ein doofes Gefummel. Ab dem Umschlag für das M41 gab es gar keine Büchersendungen mehr, weil diese im Januar 2020 mit einem Porto von 190 ct. wesentlich teurer als ein Großbrief wurden.

Genutzt für 

Jahr / Monat

Umschlag Titelmotiv

Rückseite

Bemerkung

Portovermerk

MPV

2020

brauner DIN-C5-Umschlag

mit grünen Stempel M40

Nicht Knicken!

Adresse wurden aufgedruckt

es wurden mannigfaltig Briefmarken unterschiedlichster Werte und Motive verklebt

Ab Frühjahr 2020 wurden in der MOSAIKER-Versandabteilung die DIN-A5-großen Personenverzeichnisse verschickt. Dazu wurde ein DIN-C5-Umschlag mit der Adresse und „Nicht knicken!“ bedruckt. Anstelle eines lustigen Bildchens wurde hier serienmäßig der 3 × 5cm große Stempel „MOSAIKER 40“ in grün aufgedruckt. Etwa 50 – 70 Umschläge davon wurden an unsere Leser verschickt.

MOSAIK Personenverzeichnis

 Text: Jörg Janetzky (28. März 2021)